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Essen. Der Klimawandel ist längst auch in Pflegeeinrichtungen angekommen. Steigende Temperaturen stellen Träger vor neue Herausforderungen, sowohl beim Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner als auch bei der nachhaltigen Energieversorgung ihrer Gebäude. Die Nikolaus Groß Stiftung Essen (NGSE) begegnet dieser Entwicklung seit vielen Jahren mit umfangreichen Investitionen in erneuerbare Energien, eine ressourcenschonende Energieversorgung und Maßnahmen zum Hitzeschutz. Gleichzeitig appelliert sie an Politik und Förderer, endlich verlässliche Rahmenbedingungen für die dringend notwendige Modernisierung sozialer Einrichtungen zu schaffen.

Bereits im Jahr 2009 nahm die NGSE ihre erste Photovoltaikanlage in Betrieb. Heute erzeugen vier Photovoltaikanlagen an den Standorten Albert Schmidt Haus in Vogelheim, Bertha Krupp Haus in Bedingrade, Haus St. Maria Immaculata in Borbeck und Papst Leo Haus in Frintrop jährlich rund 150.000 Kilowattstunden Solarstrom. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 60 Haushalten und deckt etwa zehn Prozent des Strombedarfs aller Pflegeeinrichtungen der NGSE. Gleichzeitig werden jährlich rund 52 Tonnen CO₂ eingespart. Seit 2009 beziehen sämtliche Einrichtungen zudem ausschließlich zertifizierten Ökostrom. Ergänzt wird das Energiekonzept durch ein Blockheizkraftwerk, das jährlich rund 160.000 Kilowattstunden Strom sowie 350.000 Kilowattstunden Wärme erzeugt und damit einen wichtigen Beitrag zu einer effizienten und nachhaltigen Energieversorgung leistet.

„Nachhaltigkeit bedeutet für uns weit mehr als klimafreundliche Energieversorgung. Es geht darum, Verantwortung für die Menschen zu übernehmen, die in unseren Einrichtungen leben und arbeiten. Deshalb investieren wir kontinuierlich in eine moderne Infrastruktur, erneuerbare Energien und den Ausbau des Hitzeschutzes. So verbessern wir sowohl die Lebensqualität unserer Bewohnerinnen und Bewohner als auch die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeitenden“, erklärt Georg Gal, Stiftungsvorstand der Nikolaus Groß Stiftung Essen und Geschäftsführer der Mesanus GmbH.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über hohe Temperaturen in Pflegeeinrichtungen setzt die Unternehmensgruppe nun einen weiteren Schwerpunkt auf den Hitzeschutz ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden das Haus St. Anna in Altendorf, das Haus St. Monika in Altenessen sowie das Albert Schmidt Haus in Vogelheim mit Klimageräten ausgestattet. Dort stehen heute sowohl klimatisierte Dienstzimmer als auch Aufenthaltsräume mit Klimageräten für Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung und bieten insbesondere an heißen Sommertagen angenehme Rückzugsmöglichkeiten.

Nun folgt ein weiterer Schritt innerhalb der Unternehmensgruppe: Die Mesanus GmbH, Tochtergesellschaft der NGSE und der Katholischen Pflegehilfe, investiert ebenfalls in den weiteren Ausbau des Hitzeschutzes. In den Wohngemeinschaften für Senioren und Demenzkranke werden nach Möglichkeit Klimageräte nachgerüstet, um die Aufenthaltsqualität insbesondere während langanhaltender Hitzeperioden weiter zu verbessern und den besonderen Bedürfnissen älterer und pflegebedürftiger Menschen gerecht zu werden. Die außerklinische Beatmungs- und Intensiv-Wohngemeinschaft ist bereits komplett klimatisiert. Alle Zimmer verfügen dort über Klimageräte.

Mit der Nachrüstung der Klimageräte in den anderen Wohngemeinschaften der Mesanus GmbH setzt die Unternehmensgruppe ihre Strategie konsequent fort.

„Wir haben als Träger frühzeitig Verantwortung übernommen und erhebliche Mittel in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und den Schutz unserer Bewohnerinnen und Bewohner investiert“, ergänzt Georg Gal. „Unsere Einrichtungen leisten bereits heute einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung.“

Gleichzeitig macht Gal deutlich, dass die Herausforderungen von den Trägern allein nicht zu bewältigen sind.

„Die notwendigen Investitionen in Klimaanpassung und energetische Modernisierung sind immens. Als gemeinnütziger Träger stoßen wir dabei an wirtschaftliche Grenzen. Deshalb erwarten wir von der Politik endlich verlässliche und praxistaugliche Förderprogramme, die soziale Einrichtungen beim Ausbau erneuerbarer Energien und beim Hitzeschutz nachhaltig unterstützen. Klimaschutz und Klimaanpassung dürfen in Pflegeeinrichtungen nicht am Geld scheitern.“

Die NGSE sieht ihre Investitionen als wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft der Pflege. Gleichzeitig appelliert sie an Bund und Länder, die besonderen Anforderungen stationärer Pflegeeinrichtungen stärker in Förderprogrammen zu berücksichtigen. Nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung könne es gelingen, Pflegeeinrichtungen zukunftssicher, energieeffizient und hitzeresilient aufzustellen.

Nikolaus Groß Stiftung Essen

Unterstraße 79
45359 Essen

Telefon: 0201 / 8675681-0
Telefax: 0201 / 8675681-777
E-Mail: info@ng-se.de

Tochterunternehmen:

Nikolaus Groß Altenwohn- und Pflegeheime GmbH

Unterstraße 79
45359 Essen

Telefon: 0201 / 8675681-0
Telefax: 0201 / 8675681-777
E-Mail: info@ng-se.de

Häuser

Albert Schmidt Haus Vogelheim

Bertha Krupp Haus Bedingrade

Haus St. Anna Altendorf

Haus St. Maria Immaculata Borbeck

Haus St. Monika Altenessen

Hermann Knotte Haus Frintrop

Papst Leo Haus Frintrop

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